Es ist DESTRUKTIV, Projekte klein und unterfinanziert halten zu wollen, sodass jeder der wirklich etwas produziert total angreifbar ist und mit ein, zwei Klagen weggefegt werden kann.
- Alexander Benesch
Jetzt fantasiert Benesch nicht nur von einer "Schlacht mit Abbe" (dem Autor des Telepolis-Artikels, über den sich der "Infokrieger" schrecklich aufregte). Nein, auch in Richtung einiger ungeduldiger Infokinder im Übergangsforum, denen Benesch "Zersetzungsversuche" vorwirft (siehe hier für das Rohmaterial aus dem Benesch seinen Artikel zusammenbaute) wird gewettert: "Bei manchen "Freunden" braucht man fast keine Feinde mehr", und "Wehrkraftzersetzung, Inkompetenz und uninformierte Spaltereien finden sich zuhauf", so Benesch.
Die "Schlacht mit Abbe" war so weltbewegend, dass die Live-Übertragung des in China umfallenden Sackes Reis kurzzeitig unterbrochen werden musste. Es wurde ihm so "zugetragen", dass diese Schlacht epischen Ausmaßes bald in die nächste Runde gehen wird. Na dann wird das schon stimmen. Ich freue mich schon und hoffe nicht enttäuscht zu werden, wo doch jedes Infokriegerlein weiß, dass die Zeiten vorbei sind, "in denen die Massenmedien ohne ernstzunehmende Herausforderung agieren konnten". Da kann das nur spannend werden. Aber wie passt das ins Schema, das ein Kommentator hier einbrachte, wenn Benesch sich und infokrieg.tv auf den nächsten Kampf vorbereitet? "Es ist genau das was sie wollen und sie lachen sich darüber kaputt, uns gegenseitig fertig machen", schrieb der Kommentator hier.
Aufgepasst Massenmedien! Auch wenn Benesch denkt, dass er und Konsorten noch vor vier Jahren "den Amerikanern um mindestens zehn Jahre hinterher waren" wenn es um die Verbreitung von Schwachsinn und Halbwahrheiten geht, sind die "Infokrieger" gut gewappnet gegen zukünftige "Angriffe von den Massenmedien", denn "Journalistisches Jiu-Jitsu" ist ihr "Vollkontaktsport" und "je vehementer der Angreifer vorgeht, umso mehr können" die Infokrieger deren "Energie gegen ihn verwenden". Wenn man in so einer Fantasiewelt lebt fällt einem auch nicht auf, dass man wie beim Artikel Abbes schnurstracks vorbeigejitsut hat und Abbe eigentlich nur bestätigte, was die "Infokrieger" selber wissen: Keine Sau schert sich mehr wirklich um die deutschen Spinner oder das "Movement" - welches in Deutschland wenn überhaupt eine Totgeburt war - nicht einmal die bösen Massenmedien oder Telepolis in einem Artikel über Verschwörungsindustrien, die in den USA durchaus existieren. Redet Benesch selbst nicht vom Aufbau einer solchen, wenn er von "Infrastruktur, Kontakte, Publikum, Glaubwürdigkeit, Know-How" spricht, welches auf- und ausgebaut wird? Ich befürchte die Ironie der aktuellen Geschichte geht leider wieder am 08/15-Truther vorbei, wenn er Aussagen Beneschs wie die folgende liest: "Was ich mir erhofft hatte, waren bestehende Strukturen in die ich mich einreihen und in denen ich mich nützlich machen konnte. [...] Die einzigen Lichtblicke hatten zuwenig finanzielle Mittel um junge Leute zu fördern und neuen Talenten eine Chance zu geben."
Die "Unmengen an Fachwissen", die Benesch zweifelsohne besitzt (wie z.B. dass Arnold Schwarzenegger ja eigentlich doch ein verkappter Nazi ist, der wahrscheinlich nur zur Tarnung an Juden Geld spendet und eine Holocauststiftung damit beauftragte herauszufinden ob sein Vater bei der SS war) halfen bisher nicht viel um zu großem Ruhm in Form von wenigstens einer Zeile über infokrieg.tv in Abbes Artikel zu gelangen. Benesch ist im Begriff doch noch einzusehen, dass ein paar unausgegorene Radiosendungen, Vorträge vor dem Stammpublikum der gleichen "diskreditierten Esoteriker" und "Dampfplauderer" (siehe meine Frage am Ende dieses Artikels), Übersetzungen des Schwachsinns der von Alex Jones & Co kommt und verbreitet wird, sowie die Aufwärmung der immer gleichen Versatzsstücke und Fantasien der "Infokrieger", die dann in "neue" Artikel verwurstet werden, keinesfalls das Ansehen bescheren, welches er sich vielleicht wünschte.
Das soll sich jetzt alles ändern! Der Vorwurf der Geldmacherei seitens Abbes gegenüber den "Infokriegern" wie Benesch, die sich nur zu gerne als "unabhängige Journalisten" sehen, ist natürlich völliger Quatsch. Deshalb soll es bald auch eine "preislich fair angesetzte Downloadplattform" geben, welches "ein weiteres Konzept" ist, "das sich woanders als solide und ungeheuer konstruktiv erwiesen hat". Dann kann Benesch endlich mit Scheißelabern Geld verdienen! Zumindest genug, um davon leben zu können, was ja schon eine Menge ist.
Der Vorwurf einer Verschwörungsindustrie, wer kommt nur auf so einen Scheiß?



